Das war das Doping-Jahr 2017

Das Jahr 2017 liegt hinter uns und damit auch das erste Jahr des Sauberen Sports. Unsere Erkenntnis: Wir können gar nicht so viel schreiben, wie im Profisport gedopt wird. Damit haben wir nicht gerechnet. Daher testen wir laufend neue Formate, um den Newsfluss unterzubringen.

Was waren aber die Doping-Kracher des Jahres 2017?

Ganz vorne dabei: Die Offenlegung des russischen Staatsdopings-Skanalds. Wir haben das hier kaum thematisiert. Warum? Die großen Medien leisten das bereits und wir haben nicht die Kapazität dieses riesige Thema zu verarbeiten. Die Netflix-Dokumentation Ikarus deckte die wichtigen Beweise auf, die gefehlt haben, um Russland und seine Sportverbände nach allen Regeln der Kunst an die Wand zu fahren. Etwa der Bau eines KGB-Büros neben den WADA-Räumlichkeiten, um heimlich Proben auszutauschen ist nur ein schwer belastendes Indiz für staatlich geführtes Doping unter vielen anderen. Was allerdings mehr erschreckt: Führende Doping-Experten nehmen keinen Blatt vor den Mund wenn sie sagen: Wir können Doping nicht aufhalten, die Betrüger werden immer einen Schritt voraus sein. Außerdem wurde immer wieder auf die Verbreitung im Profisport angespielt. Die Tour de France fährt ohnehin niemand sauber, heißt es. Die Konsequenz: Russland wird in Südkorea bei Olympia nicht vertreten sein, die Athleten aber starten unter neutraler Flagge. Nochmal zur Erinnerung: Wie das Staatsdoping-Programm aufzeigt, wurden ALLE Athleten gedopt. Das IOC verpasst es also mal wieder ein starkes Zeichen zu setzen und Thomas Bach setzt seinen Schlitterkurs fort.

Der beste Straßen-Radfahrter der letzten Jahre gedopt

Sind wir ehrlich: Wir warten beim Sauberen Sport seit Jahren auf diese Meldung. Christopher Froome, Asthma-Patient (wie so viele Radsportler), hat also betrogen. Es war auch zu merkwürdig, dass Bergziege und Zeitfahr-Ass auf ein und die selbe Person gefallen sind. Selbst Fernsehsportlern ist spätestens seit der Ullrich-Ära bekannt, dass nur das eine oder das andere geht. Physisch gesehen. Aber es gibt eben für alles ein Mittelchen.

Sharapova spielt wieder vorne mit

Die überführte Doperin darf im Tennis-Sport seit 2017 wieder mitmischen und hat auch wieder den ein oder anderen Erfolg gefeiert. Sharapova zeigt sich geläutert und veröffentlichte auch gleich ein Buch über ihr Leben. Aus Schlagzeilen lässt sich im positiven und negativen Zeiten eben Geld ziehen.

Roberto Carlos gedopt?

Gelöst ist das Rätsel noch nicht, eine Dokumentation von Hajo Seppelt legte aber Zitate eines Arztes vor, die den Ex-Fußballer erheblich in Bedrängnis brachten. Urteilt noch einmal selbst.

Marco Völler gedopt

Der berühmte Fußballer-Sohn Marco Völler dopte also. Im Basketball, nicht im Fußball und wurde gesperrt. Erste Garde spielte er trotzdem nie, Talent gehört eben auch dazu. Er wechselte erst kürzlich zu den Fraport Skyliners und darf in Banken-Stadt sein nun hoffentlich sauberes Glück versuchen.

Football-Leaks zeigt die Abgründe im Fußball

Wie schlimm es um den Fußball steht, zeigte das Sammelwerk „Football-Leaks“. In ein paar Sätzen ist kaum zusammen zu fassen, warum man den Sport eigentlich meiden sollte. Mafiöse Strukturen und Betrug – Alltag im Fußball.

Bolt bleibt König auf der Tartan-Bahn

Nur einer, der Sauberste aller Sportler, Usaine Bolt, beendete seine Bilderbuch-Karriere nach unzähligen Medaillen und Erfolgen. Es war eine tolle Show. Wir bleiben gespannt, ob da nicht eines Tages auch noch etwas kommt, wenn der Glitzer vom Krönchen gefallen

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