Rodtschenkow-Anwalt fordert Rücktritt von Thomas Bach

Jetzt kommt der russische Staatsdoping-Skandal auch bei Thomas Bach an: Der Anwalt des Kronzeugen Grigorij Rodtschenkow nennt laut SPIEGEL das Verhalten von Bach gegenüber Moskau „Katzbuckeln“. Jim Walden legt außredem noch nach – das Verhalten des IOC sei in der Sache „armselig“. Das er mit dieser Meinung nicht alleine ist, hört man nicht nur an Sport-Stammtischen. Ines Geipel, Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe wird im Deutschlandfunk noch deutlicher: „Dieses bizarre Meisterstück, das Thomas Bach in Hinblick auf die Olympischen Winterspiel vorgelegt hat, dieser dreckige Deal, den er hier mit Putin abgeschlossen hat, vor den Augen der ganzen Welt, also das ist schon eine Erzählung für sich.“

Bach selber übt sich in bester populistischer Manier, denn seiner Meinung nach Herrsche dieses Bild eigentlich nur in Deutschland. Fakt ist: Glücklich war die Entscheidung nicht, ein gesamt gedoptes russisches Team, wenn auch unter neutraler Flagge, irgendwie ja nun doch an den olympischen Spielen in Südkorea teilnehmen zu lassen.

Draußen darf man also selber entscheiden: IOC-Schwäche oder Moskaus Stärke? Thomas Bach jedenfalls reiht sich in die lange Liste von Sportfunktionären ein, die sie versuchen wie ein Aal zu winden. Vielleicht verkalkuliert sich Bach hier aber auch, der Skandal gehört jedenfalls zu den größten der jüngeren Geschichte und wird immer mit seiner Ära in Verbindung gebracht werden.

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