Doping zu Hause

Schon oft gehört, aber oft verschwindet es immer wieder in der Versenkung: Doping ist im Breitensport längst Gang und Gebe. Und die Aspirin vor dem Volkslauf wird schon gar nicht mehr als Doping bezeichnet, sondern als Teil der Vorbereitung.

In einer Ausgabe von Planet Wissen im SWR, werden die aktuellen Entwicklungen und Zahlen vorgestellt. Und sie sind erschreckend!

Schmerzmittel werden beim Marathon von bis zu 60% der Läufer verwendet

Meist wird noch vor dem Start in der Startaufstellung die letzte Pille geworfen. Das haben wir vom Sauberen Sport schon selbst gesehen.

Und der Experte bezeichnet das nicht als „Doping“ im engeren Sinne, weil es die Leistung nicht steigert. Soweit sind wir d’accord. Doch trotzdem ist es stark bedenklich.

Und die Zahlen werden nicht besser! Es wird davon ausgegangen, dass 1 Millionen Menschen in Deutschland zu verbotenen Mitteln greifen: Wenn wir jetzt die Couchpotatos, die alten Menschen und die Kinder abziehen, können wir uns vorstellen, dass wirklich viele Sportler auf der Laufstrecke im Feld aufgeputscht sind! Irgendwie traurig. Wofür denn? Wir finden, es es gehört doch auch mal dazu, dass wir einen schlechten  Tag auf der Trainingsstrecke erwischen (oft genug gibt es mehr schlechtere Tage 😉 ). Aber genau das ist menschlich! Aber in dieser leistungsorientierten Gesellschaft gehört das scheinbar mittlerweile dazu, seine Zeiten in den sozialen Medien hochzuladen und beim Stammtisch damit zu prahlen.

Im Hobby Triahtlon sind 15% der Jedermänner gedopt

Und bei diesen Zahlen reden wir bei unseren Triathlonfreunden nicht mehr von den Aspirinwerfern, sondern von Sportlern, die EPO, Testosteron und alles mögliche aus unserer Medikamentenliste nehmen. Da fällt uns nichts mehr zu ein!

Ein weiterer interessanter Effekt wurde auch noch in der Sendung thematisiert: Nachdem Maria Scharapowa mit Meldonium erwischt wurde (der Saubere Sport berichtete ja mehrmals über sie), hat sich der Absatz des Mittels deutlich gesteigert! Es haben sich scheinbar viele Freizeitsportler zum schlechten Vorbild genommen. Es gab einen Werbeeffekt! Unglaublich.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*