Dopingmittel

Die Liste der häufigsten Dopingmittel im Sport. Sie wächst stetig!

Androstan
Männliches Sexualhormon. Ähnlich wie das beliebte Testosteron kann es einen Bär aus einem Mann machen.

Beta-Alanin
ist eine Aminosäure. Sie steht nicht auf der Dopingliste. Sie wird als Nahrungsergänzungsmittel vor allem in der Bodybuilding Szene, aber auch im Radsport, verwendet. Sie soll den Muskelaufbau fördern.

Captagon
Der Wirkstoff dahinter heißt Fenetyllin. Ähnlich wie Amphetamine sorgt Captagon für eine längere Energiebereitstellung. Der Körper kann ausbelastet werden, ohne dass die normalen Schutzmechanismen greifen. Das kann gefährlich werden für das Herz-Kreislauf-System.

CERA
Auch genannt „Epo der dritten Generation“. Der große Vorteil ist der langsamere Abbau im Körper. Vorherige Epo-Arzneien mussten häufiger nachgespritzt werden. Allerdings ist CERA auch mit den üblichen Tests nachweisbar.

Clenbuterol
gehört zu den Sympathomimetika. Als Arzneimittel wird es gegen Asthma eingesetzt. Es hat zusätzlich eine wehenhemmende Wirkung. Bekannt ist es auch als Kälbermastmittel in der Tiermedizin. Im Sport nutzt man noch eine weitere Fähigkeit dieses Wundermittels: Muskelabbauprozesse werden verlangsamt und durch viel Training kann ein schnellerer Muskelaufbau stattfinden. Zusätzlich erhöht sich die Körpertemperatur bis zu 0,8°C und damit kann man quasi während dem Nichtstun Fett verbrennen.

Clomiphen
Eigentlich als Arzneimittel für das Auslösen eines Eisprungs gedacht, kann Clomiphen (auch Clomifen) zur Anregung der Testosteronproduktion eingesetzt werden. Es wird oftmals nach dem Absetzen von Anabolika verwendet.

Clostebol
Clostebol wurde entwickelt, um einen leichten Testosteron-Mangel bei Männern auszugleichen. Im Bodybuilding wurde die Substanz zum langsamen Muskelaufbau vor allem bei Frauen genutzt. Das Mittel ist bekannt dafür, dass Nebenwirkungen bei Frauen eher gering ausfallen. Üblicherweise zählen dazu Haarausfall und Akne. Paradoxerweise entfaltet Clostebol seine volle Wirkung offenbar erst durch die Kombination mit anderen Steroiden. Wegen der schwachen Wirkung müssen ohnehin relativ häufig hohe Dosen verabreicht werden. Daher ist das Mittelchen auch keine wirkliche Alternative im Pumper-Business.

Dexamethason
Ist ein Entzündungshemmer. Es wird eigentlich als Notfallpräparat bei Höhentouren angewandt, wenn es zu einem Hirnödem kommt.

Drostanolon
Gehört zu den Steroiden. Wird oft in der Bodybuilder-Szene zum Muskelaufbau verwendet. Dabei können die männlichen Körpereigenschaften als Nebenwirkung verstärkt werden, wie z.B. tiefe Stimme oder erhöhtes Haarwachstum.

Erythropoetin (EPO)
Regt die Bildung roter Blutkörperchen im Blut an. Grundsätzlich gilt im Sport: Je mehr rote Blutkörperchen der Sportler produziert, desto leistungsfähiger ist er. Damit wurde EPO zu der Doping-Droge schlechthin in den 2000er Jahren. In die Geschichte gingen vor allem die Olympischen Spiele 2000 ein. Auch bekannt als EPO-Spiele. Der Missbrauch begann jedoch schon wesentlich früher, dokumentiert sind Fälle ab 1980. Von EPO profitieren vor allem Ausdauersportler.

Das größte Risiko besteht in Blutgerinseln. Manche Sportler sollen Blut so dick wie Gelee gehabt haben. Nicht nur für den sauberen Sport, sondern auch für den Schutz der Athleten wurde EPO schon 1990 auf die Liste der verbotenen Substanzen gesetzt.

Der Nachweis von fremden EPO ist seit 2000 durch eine Urinprobe durchführbar.

Prof. Alessandro Donati bezifferte das Doping durch EPO 2007 auf 500.000 Menschen weltweit. Nach Donati ist die EPO-Produktion fünf- bis sechsfach so hoch, wie eigentlich therapeutisch notwendig.

Finasterid
Das Mittelchen ist nicht leistungssteigernd. Es erschwert aber den Nachweis von Anabolika. Finasterid wurde am 1. Januar 2009 von der Dopingliste gestrichen, da die Nachweismethoden auf Anabolika verfeinert wurden. Es ist damit als Maskierungsmittel nicht mehr effektiv.

Hydrochlorothiazid
Dabei handelt es sich um eine harntreibende Substanz. Leistungssteigernd wirkt das Mittelchen somit nicht. Allerdings wird es oftmals dazu genutzt, um verbotene Substanzen schneller über den Urin auszuscheiden. Die größte Gefahr liegt demnach auch bei einer Dehydrierung.

Metandienon
Hierbei handelt es sich um ein anaboles Steroid. Es zählt seit Jahren zu den am häufigsten missbrauchten Anabolika. Zu den Nebenwirkungen zählen Bluthochdruck, Akne und Haarausfall.

Nandrolon
Ist ein anaboles Steroid. Es wirkt wie Testosteron und beeinflusst damit die Geschlechtsorgane und den Eiweisaufbau in der Muskulatur. Normalerweise ist das Verhältnis von Testosteron zu Nandrolon 50:1. Nandrolon wirkt aber deutlich stärker auf den Organismus, weshalb es im Doping attraktiv ist.

Prednisolon
Zählt zu den Glucocorticoiden. Es beeinflusst Stoffwechsel, Wasser- und Elektrolythaushalt, das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem. Bei längerer Einnahme kann es den Knochenbau schädigen. Es wirkt ähnlich wie Cortison entzündungshemmend.

Tamoxifen
Eigentlich eine Arznei zur Bekämpfung von Brustkrebs. Mit Tamoxifen können Nebenwirkung von Anabolika unterdrückt werden. Dabei können sich bei Männern die Brustdrüsen vergrößern. Weiterhin profitieren Männern von erhöhtem Testosteron-Werten.

Tramadol
Gehört zu den Opioiden. Es handelt sich um ein Schmerzmittel für starke Schmerzen. Bei nicht ordnungsgemäßen Gebrauch besteht ein Abhängigkeitspotenzial. Gerade im Radsport ist es weit verbreitet. Es kann nachgewiesen werden und wurde in vielen Dopingproben gefunden. Allerdings steht es nicht auf der Dopingliste. Es wird aber beobachtet.